Der ewige Gedankenkampf mit dem günstigeren Angebot

Diesmal möchte ich mich gerne mit einem Thema befassen, dass mich als Vertriebler aber auch jeden Anderen ständig beschäftigt. Es gibt für fast alles Angebotene immer und überall etwas billigeres. Ich selbst habe schon oft, um ein banales Beispiel zu nennen, im Supermarkt ein billigeres Werkzeug oder etwa eine No-Name Bohrmaschine gekauft. Dabei habe ich bewusst des Preises wegen auf das teurere Markenprodukt verzichtet und deshalb eigentlich jedesmal ordentlich draufgezahlt, da die Lebens- bzw. Funktionsdauer der Billigprodukte deutlich geringer war. Also musste ich später dann doch ein teureres Markenprodukt kaufen, dass siehe da, sogar heute noch in Funktion ist. Zählt man dann den Preis des billigeren zum teureren dazu, dann habe ich wie gesagt, ordentlich drauf gezahlt.

Was ich damit zum Ausdruck bringen will ist, dass der Mensch instinktiv gern zum billigeren Produkt greift, ohne jedoch die Konsequenzen zu bedenken. Diese Tatsache ist schon so alt wie der Mensch selbst und gerade im Vertrieb ist das billigere Mitbewerberoffert, um ein Beispiel zu nennen, ein ständiger Begleiter.

Ich will jetzt nicht etwa behaupten, dass alles Billigere schlecht ist – natürlich nicht. Aber Qualität hat eben seinen Preis und gerade Wirtschaftstreibende sollten daran denken, dass sie selbst auch Preise gestalten und dabei der eigene Qualitätsfaktor eine große Rolle spielt. 

Mein Chef verweist bei einer solchen Diskussion immer wieder gerne auf ein Zitat des britischen Schriftstellers John Ruskin, das eigentlich treffender nicht sein kann:

Gesetz der Wirtschaft (John Ruskin)

Mit seinem Gesetz der Wirtschaft hat der englische Schriftsteller und Sozialphilosoph John Ruskin ein zeitloses Werk geschaffen. So und nicht anders funktioniert Wirtschaft.

„Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen kann und etwas billiger verkaufen könnte und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Menschen.

Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.

Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas besseres zu bezahlen.“

John Ruskin (1819-1900)

 

 

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Bin Berater für Online-Marketing - finde dieses Thema absolut spannend und natürlich Blog-würdig. Ich arbeite in einer SEO-SEA Agentur und bin für den Vertrieb in Österreich zuständig.

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